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Dirndl von Lieblingsteil Upcycling Fashion
Dirndl von Lieblingsteil Upcycling Fashion
©Lieblingsteil

Trend und Tradition: Das Dirndl.

Das damals von der Magd getragene Kleid war einst Dienstbotentrach. Die Schürze diente zum Transportieren von Eiern, Gemüse etc. und Abwischen der Hände. Die Schleife wurde hinten gebunden, da sie dort am wenigsten beim Arbeiten störte ...

Die Geschichte von der ursprünglich bäuerlichen Arbeitskleidung zur Mode. 

Das Dirndl

Das damals von der Magd (Dirne, junges Mädchen) getragene, knielange Kleid aus alten Stoffresten (meist Bettwäsche) mit tiefem Dekolleté, war anfangs Dienstbotentracht, welche man als Dirndlgewand bezeichnete. Die Schürze diente zum Transportieren von Eiern, Gemüse etc. und Abwischen der Hände. Die Schleife wurde einfach hinten gebunden, da sie dort am wenigsten beim Arbeiten störte.

1530
Als um 1530 bei der gehobeneren Stadtbevölkerung der Trend entstand, den Sommerurlaub auf dem Land zu verbringen, waren es die Damen des Adels, welche das noch unbedeutende Kleidungsstück schicklich und gesellschaftsfähig machten. Die Bekleidung der Bediensteten war für sie eine willkommene Abwechslung zur damals sehr pompösen und hochgeschlossenen französischen Tracht.

Sie brachten die Kleider der Dienstboten mit in die Stadt und ließen diese aus besseren Stoffen, wie hochwertiger Baumwolle und Seide nachnähen. Ab da waren die Kleider Mode und die Damen konnten jetzt knieumspielende, kürzere und tief dekolletierte Trachten tragen, die nun ihren ersten Namen bekamen: Sommerfrischekostüm.

1930
Ein französischer Modedesigner war es, der 1930 mit der Operette Im weißen Rössl dem Dirndlkleid zu Weltruhm verhalf.

1972
Zur Olympiade 1972 in München war es wieder ein französischer Designer, der das Dirndl als Kleidung für die Hostessen auswählte: In hellblau, mit weißer Schürze und weißem Blüschen mit Puffärmeln ...

1980
Übrigens, noch in den 1980er Jahren hätte kein Bauer oder keine Bäuerin das Arbeitsgwand auf eine Festlichkeit angezogen.

2000
Erst um die Jahrtausendwende begann der Hype ums Trachtenkleid und ist seither auf den Volksfesten oder Feierlichkeiten nicht mehr weg zu denken.

Gottseidank Dirndl - erhältlich bei Beo in Rosenheim // Foto ©Beo

Was man heute unter einem Dirndl versteht, sollte nicht mit einer regionalen Volkstracht verwechselt werden.

Eine echte (d.h. historische) Tracht weist ganz bestimmte Merkmale auf, anhand derer man sie ganz genau einer Region und dem sozialen Status zuordnen kann.

Das Dirndl würde ohne das Phänomen Mode heute so nicht getragen werden.

Es ist eine bedeutsame Geschichte einer ursprünglich bäuerlichen Arbeitskleidung, die zur Mode wurde.


  

Wo gibts Dirndl in Rosenheim?

Eine wunderbare Auswahl an traditionellen und bezaubernd schönen Dirndln und Schürzen finden Sie z.B. bei Beo in Rosenheim und Lieblingsteil in Söchtenau.

Veranstaltungen
Herbstfest, Wirtschaftlicher Verband

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