16.12.2021 - 01.05.2022

Ausstellung La Belle Époque Städtische Galerie

Ausstellung

Ausstellung: La Belle Époque Städtische Galerie Rosenheim
Ausstellung: La Belle Époque Städtische Galerie Rosenheim
Leo Putz „Geburtstagstorte mit Kerzen“, Aquarell, Eintrag im Gästebuch (Band 3) des Schlosses Neubeuern, 11. Februar 1896, Abbildung © Schloss Neubeuern

Vom 16. Dezember 2021 bis 1. Mai 2022 präsentiert die Städtische Galerie die sinnlich-schöne Kunst des Jugendstils in der Ausstellung La Belle Époque – Der Zauber des Jugendstils.

Ausstellung
La Belle Époque
16. DEZ 2021 - 1. MAI 2022

Die Ausstellung führt zurück in die Ästhetik der damaligen Zeit und präsentiert international bekannte, aber auch regionale Werke des Jugendstils.

Rosenheim erlebte in der Hochphase der Belle Époque einen enormen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Kulturinstitutionen wurden gegründet, ambitionierte Bauprojekte veränderten das Stadtbild, eine öffentliche Kunstsammlung wurde eingerichtet.

Rosenheim, Chiemgau und Inntal standen für Impulse aus den großen Kunstzentren Wien und München offen, was zur vergleichsweisen frühen Etablierung des Jugendstils in der Region führte.

 

Tauchen Sie ein in die
facettenreiche Eleganz
der Belle Époque

Wir haben uns mit Monika Hauser-Mair (Galerieleitung) getroffen und
mal gefragt, um was es denn in dieser Ausstellung geht.


Monika Hauser-Mair
Leitung Städtische Galerie

Ausstellung
La Belle Époque

Schwärmerisch blickte man nach dem 1. Weltkrieg zurück auf die Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts und frühen 20. Jahrhunderts und erklärte sie nachträglich zur Belle Époque – zur schönen Epoche.

Getragen vom technischen Fortschritt in allen Lebensbereichen, wuchs der Wohlstand des Bürgertums. Die neue materielle Sicherheit und allgemeine Aufbruchsstimmung schlug sich auch in der Kunst nieder, die von glanzvoller Eleganz und Sinnlichkeit durchzogen war und in Deutschland als Jugendstil bezeichnet wurde.


Jugendstil erfasste alle Lebensbereiche

staedtische galerie la belle epoque rosenheim 09
Blick auf die Möbel - Teetisch »Dreyfuß-Ètagère«,
Stuhl aus dem Ensemble Les Ombelles, sog. »Doldenblütenmöbel«


Im Bestreben, eine stilvolle Kunst mit hochwertiger Qualitätsarbeit zu verbinden, erfasste der Jugendstil alle Lebensbereiche – vom Teller, über Weingläser bis hin zum Beistelltischchen, vom Haarkamm bis zu Zeitschriften, vom Treppenaufgang bis zur Hausfassade – alles wurde atemberaubend ästhetisch, märchenhaft mystisch und doch voll fließender Leichtigkeit gestaltet, um mit einer facettenreichen Pracht aus Farbe, Form und außergewöhnlicher Materialverarbeitung die menschlichen Sinne unvermittelt anzusprechen.

staedtische galerie la belle epoque rosenheim 09
Fragment des Familienporträts der Familie Bodenhausen // Archivar Schloss Neubeuern

Kunsthistorikerin und Kuratorin Dr. Olena Balun hat für La Belle Époque Jugendstil-Arbeiten aus der Sammlung der Städtischen Galerie, aus Schloss Neubeuern, dem Stadtarchiv Rosenheim sowie dem Städtischen Museum Rosenheim und der Kunstsammlung der Marktgemeinde Prien erschlossen. Gemeinsam mit einer Vielzahl privater Leihgaben und ausgewählter Leihgaben des Münchner Stadtmuseums sowie der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München offenbaren die Objekte in der Ausstellung nicht zuletzt die Mannigfaltigkeit des Jugendstils, die alle Genres von Zeichnung bis Grafik, Malerei, Bildhauerei und Angewandter Kunst durchdrang.
 


Leidenschaft, Sexualität und Frauen

Diese Themen spielten im Jugendstil, Ende des ausgehenden 19. Jahrhunderts, eine zentrale Rolle in Malerei, Architektur, Grafik, Plastik aber auch in der Angewandten Kunst.

Sexualisierte, nackte, meist weibliche Körper zierten Gemälde, aber auch Schmuckstücke, Gläser, Vasen und Möbelstücke in der damaligen Zeit.

staedtische galerie la belle epoque rosenheim 22Fritz Erler »Ophelia«
Das Gemälde verkörpert den Frauentypus der Femme Fragile - dem Gegenbild zur Femme Fatale, beide spiegeln männliche Phantasien der Epoche.

 

Dabei unterwanderten die Künstler die Enge des bürgerlichen Moralkodex mit Hilfe einer jahrhundertealten Technik – sie verlegten ihre erotischen Darstellungen vielfach in die idealisierte Sagenwelt der Antike und der christlichen Allegorien. Der todbringende Schlangenkopf einer schauerlich-schönen Medusa, die unschuldig-spielerische Neckerei badender Nymphen oder die erhabene Nacktheit antiker Heldinnen: Weibliche Sexualität erscheint im Jugendstil mal in Gestalt der Femme fatale, die als „männermordender Vamp“, stets in Begleitung einer oder mehreren Schlangen, mit magischen Zügen die Männer erotisch an sich bindet und zur Sünde verleitet – mal in Gestalt der zarten, zerbrechlichen und hochsensiblen Femme Fragile, die nur unter dem Schutz eines starken Mannes ihrem – nach innen gekehrten – Hang zur Morbidität entrinnt.
 


Nehmen Sie Platz

staedtische galerie la belle epoque rosenheim 27

Sie sind während Ihres Ausstellungsbesuches eingeladen hier Platz zu nehmen, um sich ganz dem Zauber der schönen Epoche des Jugendstils hinzugeben.

Impressionen
La Belle Époque
Städtische Galerie


Besucherinfo

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Ausstellungsdauer


16.12.2021 - 01.05.2022
DI-SO 13-17 Uhr
26.12.2021 13-17 Uhr
06.01.2022 13-17 Uhr
MO geschlossen
+ 24.12., 25.12., 31.12.
01.01., 01.03., 15.04.
DI-SO 13-17 Uhr 26.12.2021 13-17 Uhr 06.01.2022 13-17 Uhr Uhr
 - 17:00 Uhr
MO geschlossen + 24.12., 25.12., 31.12. 01.01., 01.03., 15.04.
ab 5 €
Städtische Galerie
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Rosenheim
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